Herstellung der Blähtone

herst3 Der im Tagebau gewonnene Rohton wird vorgemischt, in der Aufbereitung von Steinen und groben Bestandteilen gereinigt, homogenisiert und anschließend dem Drehrohrofen zugeführt.

Nach dem Trockenvorgang bei 300°C bis 800°C, bei dem gleichzeitig der Ton durch Ofeneinbauten zerkleinert und granuliert wird, erfolgt der eigentliche Blähprozess bei einer Temperatur von ca. 1200°C.

Hierbei geschieht Folgendes: Die Außenhaut des Tonkügelchens erreicht den Schmelzpunkt und sintert, d.h. backt zusammen und wird dadurch dichter. Gleichzeitig vergasen bzw. verbrennen die organischen Bestandteile (Kohlenstoffverbindungen) im Inneren, erhöhen die Temperatur und überschreiten den Schmelzpunkt des Tons.

Ein zusätzlicher Bläheffekt entsteht durch die bei diesen hohen Temperaturen einsetzende Sauerstoffabspaltung der im Ton enthaltenen Oxide. Dies geschieht in relativ kurzer Zeit, sodass die Gase nicht schnell genug ausdiffundieren können und Gasporen bilden, die den Ton aufblähen. Es entsteht ein Korn mit einer stabilen Außenhaut und einem feinporigen, luftdurchsetzten Kern für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten. how3

Leca – Werk in Hinge (DK) – Europas größtes Blähton-Werk – firmiert heute unter Leca A/S  A Saint-Gobain brand